Unter dem Codenamen "Hundstage" (Dog Days) begann ??????? vor ca 50 Jahren mit einer Experimentenserie.

Ziele

Es sollten verschiedene Moeglichkeiten getestet werden, Einfluss auf das Verhalten von Menschen zu nehmen, insbesondere zur Reduzierung von Agressivitaet. Hierzu waren Versuchsreihen mit Viren, Genetischen Veraenderungen, Strahlen u.a. geplant.

Methoden

Um die Versuche in Ruhe (und unbeobachtet) durchführen zu können, wurde die Magellan, ein Kolonialschiff der Cocoon-Klasse zu einem Laborschiff umgebaut. Als Versuchsobjekte verwendete man Hunde, da kein anderes Tier zum einen so "flexibel" von sehr zahm bis sehr agressiv abgerichtet werden kann, zum anderen sind Reaktionen von Hunde aufgrund der jahrhundertelangen Erfahrung der Menschen mit ihnen vergleichsweise leicht einzuschaetzen. Schliesslich sind Hunde auch relativ guenstig zu bekommen, was z.B. bei Menschenaffen nicht der Fall waere.

Versuchsdetails

Sind vorhanden, aber vermutlich nicht interessant, weil bisher (ausser dem Fehlschlag) auch keine ernstzunehmenden Ergebnisse erreicht werden konnten.

Der Fehlschlag

Einer der Versuche mit einem Virenstamm machte die behandelten Hunde sehr agressiv. Diese Agressivität erwies sich als ansteckend zumindest für andere Hunde, ein Übergang auf Menschen wurde nicht nachgewiesen.

Als die Hunde das Personal angriffen, gab es nur wenige Leute im Labor. Da diese alle in Panik gerieten, gelang es nicht, irgendwelche Notfallprotokolle auszuloesen, rechtzeitig Alarm zu geben oder das Labor zu verschliessen. Vermutlich versuchte mindestens eine Person aus dem Labor zu fliehen, wobei sie einige Tueren offen stehen lies. Dadurch hatten die Tiere von Anfang an Zugang zum Grossteil des Schiffes. Die automatischen Verteidigungsroboter waren nicht wirksam einsetzbar, da diese den Eingangsbereich nicht verlassen koennen (keine Faehigkeit zum Treppensteigen). Ein Abpumpen des Sauerstoffs kam (fuer den Kapitaen) nicht in Frage, weil zum einen nicht klar war, wo sich evtl. Besatzungsmitglieder noch versteckt hatten, die er damit toeten wuerde, zum anderen nicht sicher war, in welchen Bereichen sich Hunde ueberall aufhielten. Das Ueberraschungsmoment (und die Tatsache, dass regulaer alle unbewaffnet waren) arbeite fuer die Tiere, nach kurzer Zeit war ueber die Haelfte der 50-koepfigen Crew tot.

Einigen Besatzungsmitgliedern gelang es, die Kaeltekammern zu erreichen, und sich dort in Kaelteschlaf versetzen zu lassen. Andere versuchten, die Hunde zu bekaempfen, mussten aber feststellen, dass das zur Verfuegung stehende Kaliber aus Sicherheitsgruenden (die Gefahr von Huellenbeschaedigung bei Querschlaegern/Fehlschuessen war in den Planungen etwas übertrieben worden) nicht wirklich gross war. Ein einzelner Treffer war oft nicht genug, um einen Hund sofort zu toeten. Bekaempfung war wegen der raeumlichen Gegebenheiten (wenig lange Gaenge) fast nur im Nahkampf moeglich, wo ein Fehlschuss oder nicht toedlicher Treffer sehr schnell zu Verletzungen fuehren konnte - davon abgesehen, dass die Hunde zumeist in kleinen Rudeln unterwegs waren.

Von den urspruenglich etwa 25 Hunden lebten nach der ersten Gegenwehr nur noch etwa 10 (Schaetzung aus Berichten und Trefferprotokollen, die Crew selber hat diese Zahl nie richtig berechnet, weil niemand die Ausgangszahl wusste), waehrend die handlungsfaehige Crew in aehnlicher Groesse gelegen haben muesste. In Rahmen der (oft ueber Com abgehaltenen) Besprechungen muss allein die Frage, ob der Virus auf den Menschen uebertragbar waere, bei einigen durch die Hunde verletzten Crewmitgliedern Panik ausgeloest haben, was die Zahl der effektiv Handlungsfaehigen weiter senkte. Eine weitere Fehleinschaetzung, die die Zahl der Hunde deutlich ueberschaetzte (vermutlich waren zu diesem Zeitpunkt nur 2 Gruppen und wenige Einzeltiere unterwegs), sorgte dann fuer den Entschluss, das Schiff dahingehend aufzugeben, dass man die Aufraeumarbeiten einer neuen Crew in 10 Jahren ueberlassen wollte. Es wurde ein Kurs gesetzt, der das Schiff fuer 10 Jahre auf eine Kreisbahn weit weg von bewohnten Gebieten schicken sollte. Erneut wurde die Option verworfen, den Sauerstoff abzupumpen, um den Crewmitgliedern zumindest die theoretische Chance zu lassen, sich die 10 Jahre durchzuschlagen.

weitere Probleme

Durch einen technischen Fehler konnte eine der Steuerduesen eine notwendige Korrektur der Flugbahn nicht vornehmen. Dadurch vergroesserte sich die Kreisbahn. In Verbindung mit dem Verbrauch des gesamten Treibstoffs verlaengerte das die Rundreise auf ca 50 Jahre.

planescape: FireFly/Hundstage (last edited 2010-06-08 09:45:47 by Mask)